GAVAGAI

GAVAGAI ★★★★½
 Start: 30.04.2026 | FSK 12
© Port au Prince Pictures



Deutschland, Frankreich 2025
Genre: Drama
Länge: 91 Min.
Regie: Ulrich Köhler
Buch: Ulrich Köhler
Casting: Ulrike Müller, Kris Portier de Bellair
Cast: Jean-Christophe Folly, Maren Eggert, Nathalie Richard, Anna Diakhere Thiandoum u.a.
Kamera: Patrick Orth
Schnitt: Lorna Hoefler Steffen

Bei den turbulenten Dreharbeiten zu einer Medea-Verfilmung im Senegal flüchtet sich Maja in eine Affäre mit ihrem Co-Star Nourou. Monate später treffen sie sich bei der Premiere des Films in Berlin. Alte Gefühle flammen auf, aber ein rassistischer Vorfall belastet ihr Wiedersehen. Die Spannungen werden nicht kleiner, als jeder versucht, das Richtige zu tun. Während sich die antike Tragödie auf der Leinwand zuspitzt, entfaltet sich ein zeitgenössisches Drama.

Gavagai ist intellektuelles Kino über Rassismus im Filmbusiness, der quasi reflexartig und wie unvermeidbar stattfindet. Ein Film über die ewige Verlogenheit in den Produktions- und Vermarktungsprozessen, wenn sich auch alle Beteiligten solche Mühe geben, Ungleichheit zu vermeiden. Die Machart ist nüchtern und etwas sperrig, damit meine ich allerdings die Konsumierbarkeit und nicht die Eloquenz des Films. Seine Tonalität erinnert mich an Die Geliebte des französischen Leutnants (GB 1982, R.: Karel Reisz), wobei im aktuellen Film die politische Brisanz und nicht so sehr Gefühlswelten im Mittelpunkt stehen.

Anspruchsvoll, sehr sehenswert.

cnm 

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