I ACCIDENTALLY WROTE A BOOK – DER SOMMER, ALS (M)ICH MEINE GESCHICHTE FAND
I ACCIDENTALLY WROTE A BOOK – DER SOMMER, ALS
(M)ICH MEINE GESCHICHTE FAND ★★★★½☆
(M)ICH MEINE GESCHICHTE FAND ★★★★½☆
Originaltitel: Véletlenül írtam egy könyvet | Start: 16.04.2026 | FSK 6, empfohlen ab 11 Jahren
Ungarn, Niederlande 2024
Genre: Kinder- und JugendfilmLänge: 95 Min.
Regie: Nóra Lakos
Buch: Nóra Lakos
Nach: Annet Huizing (Roman)
Casting: Kata Bartsch, Andrea Steinhauser
Buch: Nóra Lakos
Nach: Annet Huizing (Roman)
Casting: Kata Bartsch, Andrea Steinhauser
Cast: Villő Demeter, László Mátray, Vivien Rujder, Kati Zsurzs, u. a.
Kamera: Dániel Reich, Dániel Balint
Schnitt: Béla Barsi
Musik: Jacob Meijer, Alexander Reumers
Kamera: Dániel Reich, Dániel Balint
Schnitt: Béla Barsi
Musik: Jacob Meijer, Alexander Reumers
Wenn Nina sagt: "Meine Mutter ist schon lange tot", reagieren die Erwachsenen mit großem Mitgefühl – und Nina winkt ab: "Ich kann mich kaum an sie erinnern, ist lange her!" Sie ist ein fröhliches Mädchen, das gerne schreiben möchte, Autorin werden will. Eine ältere Nachbarin, Autorin mit Schreibblockade, wird ihr dabei helfen: sie bringt Nina Grundbegriffe wie Zeitmanipulation oder Cliffhanger bei. Doch fragt sich: was hat Nina zu sagen, was ist ihr größtes Problem? Allmählich beginnt sie, nach Erinnerungen an ihre Mutter zu suchen; sie hat nämlich kein Bild von ihr. Sprichwörtlich! Die Mutter ließ sich so ungern fotografieren, dass man sie auf keinem Foto so richtig sieht. Zu allem Übel lernt der Vater gerade jetzt eine neue Frau kennen, die verdammt sympathisch ist – aber kann Nina sie in ihrem Leben zulassen?
I accidentally wrote a book (...) ist ein sehr, sehr ungewöhnlicher und wertvoller Kinder- und Jugendfilm. Und das nicht in erster Linie, weil er zu einem schwierigen Thema eine leichte Umsetzung präsentiert, in der die Buchstaben tanzen und überhaupt alles so schön bunt ist, nein. – Es ist diese neue Prämisse, dass ein Kind gar nicht getröstet werden will, sondern dass es nach sich selbst und der Erinnerung an die Mutter sucht aus Neugier und Schaffenswillen. Es ist die Überraschung, dass auch Nebenfiguren komplex, wahr und interessant sein dürfen (eine Schriftstellerin, die widerspricht und scharf kritisiert, ein Vater, der pädagogisch so fähig ist, dass er für ein ganzes Erziehungsbuch herhalten könnte, ohne dass er hierdurch an Glaubhaftigkeit verlöre, ein Junge, der das Mädchen anschmachtet, ohne dabei seine Würde zu verlieren und so weiter).
Die Empfehlung "ab 11 Jahren" erscheint mir wirklich sinnvoll, denn für das Thema Verlust und Sinnsuche braucht es schon ein wenig Reflexionsvermögen und ein bisschen Lebenserfahrung. Diese Geschichte gibt uns reichlich Stoff, um mitzufiebern, uns mit den Figuren zu freuen und hernach reich beschenkt auf unsere eigenen Abenteuer zuzugehen.
M.E. stellt diese Produktion ein kleines, lebendiges Wunder dar, und ihr gebührt alle Aufmerksamkeit – dafür lege ich beide Hände ins Feuer.
cnm

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