KILL BILL: THE WHOLE BLOODY AFFAIR

KILL BILL: THE WHOLE BLOODY AFFAIR ★★★★★½
Erstaufführung dieser Version: 16.04.2026 | FSK 18
Uma Thurman | © StudioCanal



USA 2006

Genre: Rache-Epos, Kult
Länge: 275 Min. (15 Min. Pause)
Regie: Quentin Tarantino
Buch: Quentin Tarantino, Uma Thurman
Casting: Johanna Ray
Cast: Uma Thurman, Lucy Liu, Michael Madsen, Daryl Hannah, Vivica A. Fox, David Carradine, Sonny Chiba, Julie Dreyfus, Chiaki Kuriyama, Gordon Liu Chia-Hui, Michael Parks u.v.m.
Kamera: Robert Richardson
Schnitt: Sally Menke
Musik: Robert Rodriguez, RZA

In Kultregisseur Quentin Tarantinos Actionmeisterwerk geht Uma Thurman als namenlose Braut auf einen blutdurchtränkten Rachefeldzug. Nachdem ein brutales Attentat ihres Ex-Geliebten Bill sie ihr ungeborenes Kind gekostet und in ein vierjähriges Koma versetzt hat, plant die ehemalige Auftragsmörderin nun ihre kompromisslose Vendetta - und kämpft sich – einer Liste aller ÜbertäterInnen folgend – zu Bill durch. Denn der Vergeltung an ihrem Peiniger stehen die vier Mitglieder des Deadly Viper Assassination Squads im Weg: Vorstadthausfrau Vernita Green, Yakuza-Chefin O-Ren Ishii, Bills Bruder Budd und seine rechte Hand, die ruchlose Elle Driver.

Kill Bill: The Whole Bloody Affair zeigt erstmals Tarantinos Vision so, wie er sie immer beabsichtigt hatte. Die bereits legendäre Fassung feierte ihre Weltpremiere 2006 bereits außer Konkurrenz bei den Filmfestspielen in Cannes – verschwand danach aber für Jahre im Archiv. Mit dem nun anstehenden Kinostart wird das Gesamtwerk erstmals einem breiten Publikum zugänglich gemacht – in der ultimativen, gültigen Fassung, mit einer 15minütigen Pause zwischen den beiden Akten.

Für mich ist diese epische Wiederaufnahme fürs Kino ein kultiges Fest. Wer Glück hat, sieht die 70mm-Kopie auf großer Leinwand und erkennt: mit diesem Film hat Tarantino gezeigt, was Kino ist und wie Kino geht. Die Lust an Dramatik, Farben, Licht, konsequenter Schauspielführung, coolem Schnitt und – allem voran – ikonischer, weil oft konterkarierender Vertonung ist nahezu ohne Gleichen. Sollten Sie kein Freund von Kampf, Blut und Grausamkeiten sein, müsste ich schon abraten; an der erzählerischen Potenz dieser Arbeit sollte jedoch kaum Zweifel bestehen. Allein, die zweite Hälfte unterscheidet sich deutlich von der (extrem heterogenen) ersten. Sie ist geprägt von den für Tarantino typischen Endlos-Laber-Sequenzen, für die mensch ein faible haben muss, sonst wird's streckenweise etwas zäh. M.E. hätte hier eine Schnittüberarbeitung, die beide Hälften zu einem großen, organischen Ganzen macht, dem Werke gut getan. Ansonsten:


Feiern Sie Tarantinos Hommage ans asiatische Martial Arts-Kino der 1970er in großen Sälen: die über vier Stunden Laufzeit verfliegen wie im Rausch!

cnm 


Wunder, oh Wunder: der Kultfilm tourt als digitale 70mm-Kopie durch Deutschland:

Karlsruhe, Schauburg
10. bis 12. April

Berlin, Zoo Palast
16. bis 18. April

Berlin, Delphi Filmpalast
17. bis 19. April

Hamburg, Savoy
23. bis 26. April

Hannover, Astor Grand Cinema
1. bis 3. Mai

Wien, Gartenbau
10. und 11. Mai

Essen, Lichtburg
15. und 17. Mai

Diese und weitere Termine finden Sie im Arthaus Kinofinder: https://www.arthaus.de/kill_bill_the_whole_bloody_affair#kinofinder

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