DIE CAMINO-THERAPIE – FINDE DEINEN WEG
DIE CAMINO-THERAPIE – FINDE DEINEN WEG ★★★★★☆
Originaltitel: COMPOSTELLE | Start: 02.07.2026 | FSK 12
Frankreich 2026
Genre: Drama, Coming of AgeLänge: 113 Min.
Regie: Yann Samuell
Buch: Yann Samuell (inspiriert von einer wahren Geschichte)
Casting: Julie David – Arda
Buch: Yann Samuell (inspiriert von einer wahren Geschichte)
Casting: Julie David – Arda
Cast: Alexandra Lamy, Julien Le Berre, Maëlle Vidou, Eric Metayer, Malik Amraouj, Mélanie Doutey
Kamera: Vincent Gallot – AFC
Schnitt: Nassim Gordji Tehrani
Musik: Romeo Lowercase
Auf ihrem gemeinsamen Weg wird es heiß hergehen! Zu beginn erinnert Adam mit seiner ungezügelten Anarchie an einen jungen Hund, ist völlig unberechenbar, was Fred immer wieder an ihre Grenzen bringt. Doch der Camino de Santiago ist über 700 Kilometer lang, das macht mürbe, das öffnet für manche Veränderung.
Kamera: Vincent Gallot – AFC
Schnitt: Nassim Gordji Tehrani
Musik: Romeo Lowercase
Als die Lehrerin Fred und der rebellische Jugendliche Adam sich gemeinsam auf den Jakobsweg machen, ist das Leben beider aus den Fugen – wenn auch aus sehr verschiedenen Gründen. Widrige Umstände haben die beiden zusammen- und auf diesen Weg gebracht: Fred soll sich mit erfolgreicher Streckenbewältigung als verantwortungsbewusst, Adam – ein echter Problemfall mit einer stattlichen Liste aus Schulverweisen, Haft und Pflegeheimen – als sozial zumutbar rehabilitieren, es ist eine aufgezwungene Maßnahme. Die beiden sind einander fremd, und sie haben eigentlich überhaupt keine Lust auf dieses Projekt.
Auf ihrem gemeinsamen Weg wird es heiß hergehen! Zu beginn erinnert Adam mit seiner ungezügelten Anarchie an einen jungen Hund, ist völlig unberechenbar, was Fred immer wieder an ihre Grenzen bringt. Doch der Camino de Santiago ist über 700 Kilometer lang, das macht mürbe, das öffnet für manche Veränderung.
Ich hätte es kaum für möglich gehalten, dass mich der gefühlt dreiundzwanzigste Spielfilm zum Thema Jakobsweg so fesseln, berühren und begeistern könnte! Prickelnd ist allein schon die Prämisse, dass beide Teilnehmenden unfreiwillig losziehen, es bloß hinter sich bringen wollen. Das ist neu und irgendwie auch amüsant und kann einen sogleich für beide vereinnahmen. Was sich dann auf dem Weg ereignet, hat ein gutes Maß an Anarchie – nicht so viel, dass man's nicht glaubt, aber genug, um mit den Hauptfiguren zu verzweifeln. Womit eine Analogie zum täglichen Kampf unser aller Alltag auf den Punkt gebracht wäre.
Am Ende war ich tief be- und gerührt. Anarchie, Menschlichkeit und Herz – auch wenn das nach Kitsch klingt –, in diesem Film funktioniert's voll und ganz! Für mich ist Die Camino Therapie ein Seelenschmeichler, die Wohltat während eines brüllend heißen Sommers. Probieren Sie's, ich übernehme gern die Verantwortung.
cnm

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