LA GIOIA
LA GIOIA ★★★★☆☆
Start: 06.08.2026 | FSK 16
Italien 2026
Genre: Drama, True CrimeLänge: 108 Min.
Format: 16:9
Regie: Nicolangelo Gelormini
Buch: Benedetta Mori, Giuliano Scarpinato, Chiara Tripaldi
Casting: Gabriella Giannattasio
Buch: Benedetta Mori, Giuliano Scarpinato, Chiara Tripaldi
Casting: Gabriella Giannattasio
Cast: Francesco Colella, Valeria Golino, Saul Nanni, Jasmine Trinca u.a.
Kamera: Gianluca Palma
Schnitt: Chiara Vullo
Musik: Tóti Guðnason
Gioia ist ein allzu wahres Trauerspiel, stilistisch und psychologisch wie ein Brennglas, wenn auch manchmal mit Klischees spielend. Kein Film für zart Besaitete... und eher ein Warnhinweis, sich jederzeit ein gesundes Maß an Skepsis zu bewahren.
Kamera: Gianluca Palma
Schnitt: Chiara Vullo
Musik: Tóti Guðnason
Die Lehrerin Gioia hat nie Zuneigung erfahren, ihr Leben beschränkt sich auf den Unterricht und ein eingepferchtes Dasein im Hause der Eltern. Die Mutter ist fürsorglich aber schrecklich dominant, der Vater dement. Ein Leben in beiger Trostlosigkeit... bis sie dem 17-jährigen Schüler Alessio Nachhilfe erteilt und sich in ihn verliebt. Doch Alessio stammt aus prekären Verhältnissen. Nachts verkauft er seinen Körper, tritt in Drag auf und wird von seinem Partner drangsaliert. Als er Gioia Geld wittert und vorschlägt, gemeinsam durchzubrennen, und diese – ganz weich geworden durch die viele Schmeichelei – ihre gesamten Ersparnisse abhebt, eskaliert die Lage auf dramatische und grausame Weise.
In poetisch tristen Bildern, mit markant besetzten Figuren und hochsouveränem Schnitt erzählt uns Gioia von grundlegenden menschlichen Abgründen – erbarmungslos und messerscharf: von der Notwendigkeit zu überleben, vom emotionalen Ausgehungertsein, von Abhängigkeiten, von der Verführbarkeit, vom Verrat des Anderen und des Selbst, von der Eitelkeit, von der Gier und zuvorderst von der Macht des Geldes. In diesen Zusammenhängen ist der Mensch das schlimmste Tier!
Gioia ist ein allzu wahres Trauerspiel, stilistisch und psychologisch wie ein Brennglas, wenn auch manchmal mit Klischees spielend. Kein Film für zart Besaitete... und eher ein Warnhinweis, sich jederzeit ein gesundes Maß an Skepsis zu bewahren.
cnm

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