INSIDIOUS: OUT OF THE FURTHER

INSIDIOUS: OUT OF THE FURTHER ★★★☆☆☆
Start: 20.08.2026 | FSK 16
© Sony Pictures Germany



USA 2026
Genre: Horror
Länge: 106 Min.
Format: 2,39:1 (Widescreen)
Regie: Jacob Chase
Buch: Jacob Chase, David Leslie Johnson-McGoldrick
Original: Leigh Whannell
Casting: Matthew Nelson, Stevie Ray
Cast: Amelia Eve, Island Austin, Lin Shaye, Sam Spurell, Brandon Perea, Maisie Richardson-Sellers, Joseph Lopez, Laura Gordon, Charli Penton, Taylor Bogrand, Ben Keller
Kamera: Dave Garbett
Schnitt: Gregory Plotkin
Musik: Joseph Bishara

Gemma, eine junge Mutter, zieht ihre Tochter liebevoll in dem Haus groß, in dem sie selbst aufgewachsen ist. Die Geschichte, die sie einst dort mit ihrer eigenen Mutter erleben musste, behält sie als dunkles Geheimnis vor der Tochter geheim. Doch das Böse, das Jenseitige findet seinen Weg zurück. Höchst eigenartige, geisterhafte Nachbarn ziehen eines Tages durch die Straßen... Und in ihren Träumen betritt Gemma andere Welten, bedrohlich-beklemmende Szenarien: das „Insidious“-Universum öffnet seine Pforte. Neu und verwirrend ist, dass Gemma eine Fähigkeit zu entwickeln scheint, die alles verändert: Sie betritt nicht nur das Ewigreich, sondern kann auch das, was dort lebt, in die reale Welt zurückbringen. Zunächst sind es Gegenstände und Fragmente, später sogar Gestalten. Sobald die Dämonen diesen Pfad erkennen, wird unsere Welt zu ihrem Laboratorium des Schreckens. 

Rein technisch ist an Insidious: Out of the Further nicht viel auszusetzen. Vor allem zu Filmbeginn wird der Schrecken sehr langsam aufgebaut, was m.E. immer schon einen großen Vorteil darstellt. Der Sound ist ausgesprochen satt, durchdringt den Raum und gibt eine solide Grundstimmung. Auch die diversen Kreaturen und albtraumhaften Szenarien können sich sehen lassen, sind beklemmend und ziehen einen in den Bann. Leider jedoch zerfällt das Konstrukt im letzten Drittel des Films in ein heilloses Chaos, in dem ich mich nicht mehr zurechtgefunden habe und das eigentlich nur noch wirkt wie eine allein auf Effekte ausgerichtete Geisterbahn. Da ist dann die eigentliche Story drittrangig, und das hohe Stresslevel ermüdet statt zu vereinnahmen. Da hilft auch der Auftritt der ikonischen Lin Shaye als übernatürlich begabte Helferin Elise Rainier ("that's what I do") nicht viel: ihr Part fällt seitens des Drehbuchs eher dürftig aus...
Wenn der Film auch die Schauwerte betreffend seine Funktion erfüllt, so möchte ich doch festhalten, dass es in diesem Jahr bereits deutlich kreativere Horror-Schocker zu entdecken gab.

Ekelfaktor: hoch. Schrecken: solide. Innovation: solide. Audiovision: sehr gut. Story: mäßig. Empfohlen: allen treuen Fans des Franchise.

cnm 

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