TITANE
TITANE ★★★★☆☆
Kinostart: 07.10.2021 | FSK 16
Genre: Horror, SciFi, GewaltfilmLänge: knapp 110 Min.
Regie: Julia Ducournau
Buch: Julia Ducournau
Buch: Julia Ducournau
Darsteller: Agathe Rousselle, Vincent Lindon, Garance Marillier, Myriem Akheddiou, Dominique Frot, Bertrand Bonello u.a.
Kamera: Ruben Impens
Schnitt: Jean-Christophe Bouzy
Musik: Jim Williams
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Kamera: Ruben Impens
Schnitt: Jean-Christophe Bouzy
Musik: Jim Williams
Rudimentäre Andeutung der Handlung:
nach einem Autounfall bekommt ein Mädchen eine Titanplatte in den Kopf gesetzt. Fortan wird es mürrisch und gewalttätig sein. Das geht Jahre später ein bisschen zu weit, so dass die inzwischen erwachsene Frau gesucht wird und untertauchen muss. Getarnt als Junge, findet sie Zuflucht bei einem ziemlich angeknacksten Feuerwehrmann, der, da mitten in einer fetten Lebenskrise, bereit ist, jede noch so unverschämte Lüge als Wahrheit anzuerkennen.
nach einem Autounfall bekommt ein Mädchen eine Titanplatte in den Kopf gesetzt. Fortan wird es mürrisch und gewalttätig sein. Das geht Jahre später ein bisschen zu weit, so dass die inzwischen erwachsene Frau gesucht wird und untertauchen muss. Getarnt als Junge, findet sie Zuflucht bei einem ziemlich angeknacksten Feuerwehrmann, der, da mitten in einer fetten Lebenskrise, bereit ist, jede noch so unverschämte Lüge als Wahrheit anzuerkennen.
Wenn mich in diesem Jahr ein Film verunsichert hat, dann dieser. Die semi-pornographischen Elemente, die explizite, brutale Gewalt, die fast schon animalische Art der Kommunikation der Figuren untereinander, die Horror- und SciFi-Elemente... das alles geht an die Grenze des Ertragbaren und weit über die Grenze des Gewohnten hinaus. Darum Vorsicht: meines Erachtens braucht es für diesen Film ausgesprochen starke Nerven und einen aufgeräumten Magen.
Dennoch, Titane ist kein simpler Haudrauf-Film. Er zeichnet seine Charaktere erstaunlich ambivalent. Hinter einer Zerbrechlichkeit steht blanke Wut, hinter dem Panzer und kalten Augen größte Zärtlichkeit. Vor allem werden alte (aber immer noch gängige) Geschlechterklischees auf den Kopf gestellt, ad absurdum geführt. Das alles ergibt einen der kontroversesten und krassesten Filme des Jahres.
Gewaltfilm nach außen wie innen - mit mehreren Lesarten. Erschütternd, faszinierend, kontrovers.
Nur für stabile Gemüter.
Nur für stabile Gemüter.
cnm
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