THREE THOUSAND YEARS OF LONGING
THREE THOUSAND YEARS OF LONGING ★★★☆☆☆
Filmstart: 01.09.2022 | FSK 12
Australien, USA 2022
Genre: Fantasy, Romanze, AbenteuerLänge: knapp 110 Min.
Regie: George Miller
Buch: George Miller, Augusta More
Basierend auf: A.S. Byatt
Buch: George Miller, Augusta More
Basierend auf: A.S. Byatt
Cast: Tilda Swinton, Idris Elba, Aamito Lagum,
Leiter visuelle Effekte: Sheldon Wade
Kamera: John Seale
Schnitt: Margaret Sixel
Musik: Junkie XL
Kamera: John Seale
Schnitt: Margaret Sixel
Musik: Junkie XL
Verleih-info (modifiziert): "Dr.
Alithea Binnie, Expertin für Narratologie, lebt zufrieden umgeben von Büchern und
Mythen. Eine Konferenz führt sie nach
Istanbul. Beim Besuch eines Bazars ersteht sie eine alte Glasflasche.
Zurück in ihrem Hotel erlebt Alithea voll Erstaunen, wie sie beim Abwischen einen Geist, den Dschinn, aus dem Gefäß befreit. Und ganz wie in den
Überlieferungen bietet der ihr drei Wünsche als Dank für seine wiedererlangte Freiheit an. Doch Alithea zögert, meint, ihr fehle nichts, was sie sich wünschen könnte. Das ist ein Problem, denn nur durch ihre Wünsche kannd er Geist frei bleiben. Mit Geschichten aus
seinem Leben und längst vergangenen Zeiten, von Abenteuern und Lieben
versucht der Dschinn, sie zu überzeugen, dass Sehnsüchte und Verlangen ihren gerechtfertigten Platz im Leben haben. Berührt von seinen
Erlebnissen spricht Alithea schließlich doch einen Wunsch
aus…"
Ein handwerkliches Genie besteht bei diesem Film ohne Zweifel. Der Regisseur hat sich längst bewiesen, und von Tilda Swinton und Idris Elba kann man keine schlechten Leistungen erwarten. Auch bietet das quasi-Märchen mit philosophischem Ansinnen ausreichend Schauwerte betreffs CGI und Ausstattung. Wir wechseln zwischen dem angeregten Diskurs zwischen Dschinn und seiner Befreierin (als Kammerspiel) einerseits, und dem Eintauchen in seine persönlichen romantischen Erinnerungen - man denke an Märchen aus 1001 Nacht - andererseits. Sauber ist das alles abgeliefert, und hier liegt mein Problem. Die Unterhaltung der beiden (also der Sockel des epischen Gebäudes) wirkt abstrakt, berührt nicht: alles findet im Kopf, also intellektuell statt, es gibt kaum Handlungsebene (zwei Figuren sitzen sich gegenüber und reden, that's it). Auf den Punkt gebracht wirkt das blutleer, und das ist wohl am ehesten ein Drehbuchproblem.
Ein Mystery-Abenteuer mit einigen witzigen Momenten und dekorativen Schauwerten - hochkarätig besetzt und mit viel Aufwand umgesetzt - das bei mir leider nicht gezündet hat.
cnm

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