SISU
SISU ★★★★☆☆
Filmstart: 11.05.2023 | FSK 18
Finnland 2022
Genre: Action, Splatter, Kriegsfilm, GewaltfilmLänge: 90 Min.
Regie: Jalmari Helander
Buch: Jalmari Helander
Buch: Jalmari Helander
Cast: Jorma Tommila, Aksel Hennie, Jack Doolan, Mimosa Willamo, Onni Tommila u.a.
Kamera: Kjell Lagerroos
Schnitt: Juho Virolainen
Musik: Juri Seppä, Tuomas Wäinölä
cnm
Kamera: Kjell Lagerroos
Schnitt: Juho Virolainen
Musik: Juri Seppä, Tuomas Wäinölä
Gegen Ende des zweiten Weltkriegs sucht der Ex-Kommandant und Einzelgänger Aatami Korpi im Ödland vom Norden Finnlands nach Gold. Einziger treuer Begleiter ist sein Pferd. Zwar stößt er bald auf einen überwältigendes Quantum Gold, doch das wird ihm sogleich von einem Nazitrupp abgeluchst - die nämlich suchen in diesem Gebiet ein Refugium und vereinnahmen dabei in gewohnter Manier Land und Menschen. Leider haben sie nicht einkalkuliert, dass es sich bei Korpi um einen so genannten Sisu handelt. Dieser Begriff umschreibt die Tatsache, dass jemand in größter Bedrängnis und Verzweiflung ungeahnte Kraft und Widerstand entwickelt. Eigentlich unvorstellbar: der Einzelkämpfer macht ganze Trupps auf bestialische Weise platt und ist scheint's gegen jede Form von Vernichtung resistent.
Dieses nicht eben dezente Gemetzel funktioniert eigentlich wie ein Comic Noir: hier wird nicht lang gefackelt; der Wortkarge, wütende Mann ist mehr als ein simples Stehauf-Männchen. Er könnte als eine Mischung aus Jesus und Robin Hood durchgehen, denn egal, was ihm widerfährt - er bleibt am Leben und schlägt mit größerer Wucht zu, während er ganz en passant die gefangenen Frauen befreit. Wer meinen Blog kennt, dürfte sich denken können, dass dies so gar nicht mein bevorzugtes Genre ist. Aber die Konsequenz, mit der dieses Gemetzel umgesetzt ist, hat mich beeindruckt und unterhalten. Merke: der Film ist genau das, was er sein will und zu sein verspricht, und das zu 150 Prozent - ein martialischer Gewaltfilm, in dem sich womöglich so manches testosterongeladenes Gemüt auf ungefährliche Art abreagieren kann.
Ich schreibe das nicht mit ironischer Distanz; der Film hat mich tatsächlich unterhalten, und ich staune nicht schlecht darüber.
cnm
Am Rande: auf der Seite "filmstarts" kommentiert ein Max Bomke so:
"(...)und das pure böse sind natürlich wieder die deutschen, erzählt uns hollywood".
Interessant daran ist, dass die Administration das so stehen lässt.

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