EDDINGTON
EDDINGTON ★★★★☆☆
Start: 20.11.2025 | FSK 16
USA 2024
Genre: Drama, Western, SatireLänge: 148 Min.
Regie: Ari Aster
Buch: Ari Aster
Casting: Ellen Chenoweth
Buch: Ari Aster
Casting: Ellen Chenoweth
Cast: Joaquin Phoenix, Deirdre O'Connell, Emma Stone, Micheal Ward, Pedro Pascal, Cameron Mann, Matt LGomez Hidaka, Luke Grimes, Amélie Hoeferle, Austin Butler, Clifton Collins Jr., William Be3lleau, Landall Goolsby
Kamera: Darius Khondji
Schnitt: Lucian Johnston
Musik: Bobby Krlic, Daniel Pemberton
Kamera: Darius Khondji
Schnitt: Lucian Johnston
Musik: Bobby Krlic, Daniel Pemberton
Frühling 2020 in New Mexico. Die Pandemie hat auch die verschlafene Kleinstadt Eddington im Griff. Dort stehen sich der Sheriff Joe Cross und der Bürgermeister Ted Garcia inmitten eines Kampfes gegenüber, der die Stadt zu zerreißen droht. Jeglicher Versuch, Kompromisse oder einen konstruktiven Dialog zu finden, schlagen fehl, denn die Haltungen prallen frontal aufeinander. – Als schließlich ein Doppelmord die fragile Ordnung erschüttert, nimmt die Gewalt ungezügelt ihren Lauf.
Wir drehen uns um und schauen mit kaltem Blick auf die Zeit der Pandemie, die Zeit der Isolation und der politischen Streitereien, der Zeit, in der manche glaubten, den Verstand zu verlieren. Aster fügt dem noch jede Menge anderer virulenter Debatten hinzu: Black Lives Matter, das Recht auf Öffentliche Rede und auf Privatsphäre, pädosexuellen Missbrauch, Machtmissbrauch in Krisensituationen... die Liste könnte weitergeführt werden. Bereits zwei Mal habe ich den Film geschaut und verliere, ja verirre mich darin. Mir ist nie so ganz klar, was der Regisseur jenseits der haarsträubenden Provokationen, der narrativen Extreme von uns will, was er sagen will. Macht er sich lustig über woke junge Erwachsene? Macht er sich lustig über pandemische Beschränkungen im öffentlichen Raum? Nimmt er ein ewig gewaltbereites und Waffen-affines Amerika auf die Schippe?
Mich hat das a) gereizt, weil es so intensiv inszeniert ist, b) furchtbar angestrengt (nicht zuletzt wegen der Überlänge des Films). Ein bisschen war hier, könnte man böse sagen, der Teufel am Werk: Ari Aster lässt an den Menschen im Allgemeinen kaum etwas Gutes, wie auch bei seinen vorangegangenen Filmen. Sein Mikrokosmos erzählt von der ganzen Welt: der Korruption, des Verrats, der Unterdrückung.
Mich hat das a) gereizt, weil es so intensiv inszeniert ist, b) furchtbar angestrengt (nicht zuletzt wegen der Überlänge des Films). Ein bisschen war hier, könnte man böse sagen, der Teufel am Werk: Ari Aster lässt an den Menschen im Allgemeinen kaum etwas Gutes, wie auch bei seinen vorangegangenen Filmen. Sein Mikrokosmos erzählt von der ganzen Welt: der Korruption, des Verrats, der Unterdrückung.
Ich kann hierzu (noch) nicht final Stellung beziehen. In der kommenden Zeit werde ich ihn mir wieder und wieder ansehen, um herauszufinden, wie ich ihn lesen kann, ob ich ihn irgendwann ganz und gar verstehe.
Eddington ragt auf jeden Fall heraus aus dem Sumpf der Durchschnittsfilme – es fragt sich nur, ob das gut ist.
cnm
Kommentare
Kommentar veröffentlichen