KEEPER
Regie: Osgood Perkins
Buch: Nick Lepard
Casting: Annalese Tilling, Errin Lally
Buch: Nick Lepard
Casting: Annalese Tilling, Errin Lally
Cast: Tatiana Maslany, Rossif Sutherland, Birkett Turton, Eden Weiss, Cassandra Ebner, Tess Degenstein, Erin Boyes, Gina Vulgaggio, Claire Friesen, Christin Park, Glen Gordon u.a.
Kamera: Jeremy Cox
Schnitt: Graham Fortin, Greg Ng
Musik: Edo van Breemen
Kamera: Jeremy Cox
Schnitt: Graham Fortin, Greg Ng
Musik: Edo van Breemen
Malcom (Arzt) und Liz (Künstlerin) sind seit einem Jahr ein sich liebendes Paar. Um das zu feiern, nimmt er sie mit in ein architektonisch bemerkenswertes Häuschen im Wald, um mit ihr dort die Abgeschiedenheit zu genießen. Liz telefoniert noch mit ihrer Mutter, die sich für das Kind freut. Im Haus angekommen, geben die beiden ihr Bestes, um zu entspannen, doch es liegt eine unerklärliche Anspannung in der Luft. Ein Kurzbesuch des draufgängerischen Cousins samt schweigsamer Freundin befördert auch nicht gerade die Romantik. Doch es kommt noch besser: Malcolm muss für einige Stunden weg, zur Klinik, ein Notfall bedarf seiner Expertise. Das ist nicht gut für Liz. Gar nicht gut...
Es ist wohl angeraten, sich von diesem ungewöhnlichen Film überraschen zu lassen, darum beschränke ich meine Bemerkungen auf die Form. Der Horror kommt hier zumeist aus etwas Ungefährem, wird gespeist aus befremdlichen Überblendungen, Verzerrungen in der Unschärfe, der Ungewissheit, ob das gerade Gesehene real oder nur geträumt ist – bis sich das Grauen endlich Bahn bricht. Hier geht es nicht so sehr um eine stringente Story als vielmehr um das Spiel mit der Ungewissheit, mit einem sich allmählich durchsetzenden gebannt-Sein im weitesten Sinne, einer unerklärlichen Lähmung angesichts kaum beweisbarer Bedrohung.
Ich sag's gleich: die Qualität dieses Horrorfilms ist stark abhängig von Ihren Antennen für Zwischentöne, Ihrer Vorstellung von Horror und den bislang gesammelten Sehgewohnheiten. Das kann zu Langeweile führen oder tatsächlich auch zu einem hohen Maß an Beklemmung bzw. Angst. Für mich hat's funktioniert, allerdings war es hilfreich, sich im Wortsinne wach auf den Film einzulassen – denn er nimmt sich wirklich seine Zeit.
Bemerkenswert anderer, innovativer sowie kreativer Horror, der ohne festgelegte Erwartung und mit Offenheit für neue Formen zum Grusel-Highlight werden kann.
cnm

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