EXIT 8
EXIT 8 ★★★★☆☆
Originaltitel: 8-ban deguchi | Start: 13.08.2026 | FSK 12
Japan 2025
Länge: 95 Min.
Format: 1,85:1 (alternativ: 16:9)
Regie: Genki Kawamura
Buch: Kentaro Hirase, Genki Kawamura
Casting: Toshie Tabata, Yoko Yamashita
Cast: Kazunari Ninomiya, Yamato Kôchi, Naru Asanuma, Kotone Hanase, Hirota Ôtsuka, Tara Nakashima, Reo Soda, Mikio Ueda, Hikaru Kaihotsu, Nana Komatsu
Buch: Kentaro Hirase, Genki Kawamura
Casting: Toshie Tabata, Yoko Yamashita
Cast: Kazunari Ninomiya, Yamato Kôchi, Naru Asanuma, Kotone Hanase, Hirota Ôtsuka, Tara Nakashima, Reo Soda, Mikio Ueda, Hikaru Kaihotsu, Nana Komatsu
Kamera: Keisuke Imamura
Schnitt: Sakura Seya
Schnitt: Sakura Seya
Musik: Yasutaka Nakata (CAPSULE), Shohei Amimori
Ein junger Mann steht beengt in der U-Bahn, um ihn herum Ödnis und zwei streitende Menschen. Während er mit vielen anderen durch die Gänge eilt, bekommt er einen Anruf, mit dem sich eine Lebensentscheidung für ihn ankündigt. Offenbar ist ihm das alles viel zu viel. Doch dann geschieht etwas Eigenartiges: der weiß gekachelte Gang, durch den er geht, scheint eine Schleife zu sein. Dieselben Plakate und Lampen, dasselbe Schild und derselbe ihm entgegenkommende Passant wiederholen sich mit jeder Ecke, um die er biegt – ein wacher Albtraum! Dann nimmt er ein Schild wahr, eine Art Anleitung, die erklärt, wie er in acht Schritten hier wieder rauskommt. Im Folgenden bemüht er sich nach Kräften, diesen Regeln Folge zu leisten. Doch auch nur der kleinste Fehler wirft ihn zurück auf Anfang. – Basierend auf dem gleichnamigen, beliebten Videospiel.
Dem phänomenalen Erfolg der Genre-Überraschung Backrooms folgend, kommt nun dieser moderne Horror ins Kino, in dem wieder Räume die entscheidende Rolle spielen. Wieder ist die Situation des bzw. der Protagonisten kafkaesk, gibt es kaum Aussicht auf entkommen aus einer unheimlichen Zeit- und Raumschleife (teils sehr passend unterlegt mit Ravels Bolero). Die filmische Auflösung ist simpel, die Kulisse perfekt dem Spiel nachgebaut, die einzelnen Parts gut gecastet, der Score klug und sparsam eingesetzt. Nun kommt es noch auf Einzelheiten an!
Ich verrate wohl nicht zu viel, wenn ich erwähne, dass der Fokus bei Exit 8 auf verschiedene Figuren gerichtet ist, die jeweils unterschiedlich interpretiert werden können. Vor allem ein kleiner Junge, der unverhofft auftaucht, könnte das Kind-ich des jungen Mannes vom Anfang sein, aber auch für einen hypothetischen zukünftigen Sohnes symbolisieren. Und damit die Frage in den Raum stellen: wie will und werde ich mich in jedem Moment meines Lebens entscheiden: soll alles gleichförmig bleiben, oder bin ich achtsam, wenn es um Weichenstellungen geht? Ein quälendes Ereignis mit kathartischer Wirkung in Bezug auf künftige Lebensentscheidungen! Und da sind noch mehr Figuren, bei denen ich mir nicht sicher war, ob sie das Beengte der Situation nicht unbeabsichtigt abmildern.
Ich verrate wohl nicht zu viel, wenn ich erwähne, dass der Fokus bei Exit 8 auf verschiedene Figuren gerichtet ist, die jeweils unterschiedlich interpretiert werden können. Vor allem ein kleiner Junge, der unverhofft auftaucht, könnte das Kind-ich des jungen Mannes vom Anfang sein, aber auch für einen hypothetischen zukünftigen Sohnes symbolisieren. Und damit die Frage in den Raum stellen: wie will und werde ich mich in jedem Moment meines Lebens entscheiden: soll alles gleichförmig bleiben, oder bin ich achtsam, wenn es um Weichenstellungen geht? Ein quälendes Ereignis mit kathartischer Wirkung in Bezug auf künftige Lebensentscheidungen! Und da sind noch mehr Figuren, bei denen ich mir nicht sicher war, ob sie das Beengte der Situation nicht unbeabsichtigt abmildern.
Einige extreme Bilder und Töne mit Ekel- bzw. Gruselfaktor (die eher rar sind) hätte ich nicht gebraucht; mir schien, man wolle hier entweder Trailermaterial generieren oder einem befürchteten Überdruss oder einer Langeweile im Publikum entgegenwirken. Leider wirkten sie im Gesamteindruck nicht wirklich organisch.
Alles in allem hat mir Exit 8 jedoch Spaß gemacht, fühlt man sich doch stark an das Leben erinnert, wie es einem manchmal vorkommt: aufstehen, von A nach B fahren, Arbeit, von B nach A fahren, essen, schlafen, aufstehen... (Das Murmeltier, Sie wissen schon), und ist doch diese Videospielverfilmung eine willkommene Abwechslung zum immer gleichen Narrativ "Fährt ein Pärchen in eine abgelegene Waldhütte...". – Für Genrefans ist dieser Film allemale Pflichtprogramm.
cnm

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