SUNNY DANCER
SUNNY DANCER ★★★☆☆☆
Start: 13.08.2026 | FSK 12
Großbritannien 2026
Genre: Drama, Feel-Good, Coming of AgeLänge: 106 Min.
Format: 2:1
Regie: George Jaques
Buch: George Jaques
Casting: Lucy Allen, Daniel Edwards, Tom Payne
Buch: George Jaques
Casting: Lucy Allen, Daniel Edwards, Tom Payne
Cast: Bella Ramsey, Neil Patrick Harris, Daniel Quinn-Toye, Ruby Stokes, Earl Cave, Jasmine Elcock, Conrad Khan, Jessica Gunning, James Norton, Shalom Brune-Franklin, Louis Gaunt, Josie Walker
Kamera: Oliver Loncraine
Schnitt: Caitlin Spiller
Musik: Zachary Dawes, Este Haim
Kamera: Oliver Loncraine
Schnitt: Caitlin Spiller
Musik: Zachary Dawes, Este Haim
Partys, Freunde, große Freiheit – die Sommerferien eines typischen Teenagers. Aber nicht für Ivy, die sich nach ihrer überstandenen Krebserkrankung lieber zurückzieht, weil sie keine Lust auf diesen Sonderstatus hat, weil sie so gerne normal wäre. Aus diesem Grund melden ihre besorgten Eltern die 17-Jährige für einen vierwöchigen Aufenthalt im Children Run Free Camp für krebskranke Jugendliche an. Schicksalergeben und zweckpessimistisch bezieht Ivy ihre Unterkunft im „Chemo-Camp“ und findet unerwartet Gleichgesinnte in einer Gruppe von Außenseiterinnen und Außenseitern, aus denen recht bald ein Freundeskreis werden soll. Gemeinsam feiern sie das Leben – auf ihre ganz eigene Weise.
So elementar das Thema Krankheit, Tod, Abschied etc. auch ist, hier wird es mir zu leichtfüßig und nach Schema F verhandelt. Zunächst einmal ist es schwer, sich auf die Befindlichkeit der Heranwachsenden einzulassen, weil die schlechten Erfahrungen bloß behauptet werden; es gibt keine prologischen Szenen, die das veranschaulichen. Ihr Widerstand, sich auf das Camp einzulassen, ist kaum vorhanden: sie geht halt, macht, was die Eltern wollen. (Auch die Eltern wirken eher wie Skizzen)
Im Camp selbst freunden sich dann auch recht schnell alle miteinander an, es gibt größere und kleinere Krisen, der Leiter übernimmt die Überfürsorglichkeit der Eltern – nur halt professionell – das Ganze plätschert so vor sich hin, und selbst, dass es auch mindestens einen tragischen Verlust innerhalb dieser programmatischen Feel-Good-Konstruktion geben wird, ist sehr bald klar wie Kloßbrühe. Mit anderen Worten: dieser Film tut nicht weh, er soll nicht weh tun, er soll nachdenklich stimmen und gleichzeitig gute Laune machen (irgendwo sah ich ihn mit "Komödie" etikettiert).
Im Camp selbst freunden sich dann auch recht schnell alle miteinander an, es gibt größere und kleinere Krisen, der Leiter übernimmt die Überfürsorglichkeit der Eltern – nur halt professionell – das Ganze plätschert so vor sich hin, und selbst, dass es auch mindestens einen tragischen Verlust innerhalb dieser programmatischen Feel-Good-Konstruktion geben wird, ist sehr bald klar wie Kloßbrühe. Mit anderen Worten: dieser Film tut nicht weh, er soll nicht weh tun, er soll nachdenklich stimmen und gleichzeitig gute Laune machen (irgendwo sah ich ihn mit "Komödie" etikettiert).
Sunny Dancer ist vermeintliches Betroffenheitskino, das mir auf die Nerven geht, weil es Gefühle vorgaukelt statt sie erlebbar zu machen, ist Kino ohne Geheimnis und echten Schmerz. Ein Film, der sich jung gibt aber schrecklich hausbacken daherkommt – für all jene, die nach dem Kinobesuch durchatmen und sich ein wenig besser fühlen möchten.
cnm

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