LA CHIMERA
LA CHIMERA ★★★★★☆
Originaltitel: | Filmstart: 11.04.2024 | FSK 12
Frankreich, Italien, Schweiz 2023
Länge: 133 Min. (langer Film)
Regie: Alice Rohrwacher
Buch: Alice Rohrwacher
Buch: Alice Rohrwacher
Casting: Chiara Polizzi, Fiona Weir
Acting Coach: Tatiana Lepore
Cast: Josh O'Connor, Carol Duarte, Vincenzo Nemolato, Isabella Rossellini, Alba Rohrwacher, Yile YaraVianello, Lou Roy-Lecollinet, Giuliano Mantovani u.a.
Kamera: Hélène Louvart
Schnitt: Nelly Quettier
Kamera: Hélène Louvart
Schnitt: Nelly Quettier
Italien in den 80er Jahren. Der seltsame Brite Arthur ist als
Wünschelrutengänger der große Trumpf der wilden Truppe von „Tombaroli“, die die etrurische Erde auf der Suche
nach antiken Schätzen umgraben: Etruskische Grabbeigaben von unermesslichem Wert, gemacht für die Seelen
der Verstorbenen, nicht für die Augen der Menschen.
Doch Arthur jagt nicht dem schnellen Geld
nach. Seine Verlangen betrifft die Frau, die er verloren
hat, Beniamina. Um sie zu finden, fordert er die Grenzen
zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Sichtbarem
und Unsichtbarem heraus, auf der abenteuerlichen Suche nach jenem Tor zum Jenseits, von dem die Mythen
sprechen.
So einsam Arthurs Suche sein mag, allein ist er nicht. Da ist Beniaminas Mutter, die alternde Aristokratin Flora in ihrer riesigen Villa zwischen Grandezza und Verfall. Die Tombaroli, die ihn zu den wilden karnevalistischen Festen der Gegend mitschleifen. Der geheimnisvolle Hehler Spartaco, der die der Erde entrissenen Antiquitäten zu Spottpreisen ankauft. Und Italia, die mit unwiderstehlicher Fröhlichkeit und einem Crahskurs in italienischer Zeichensprache Arthur neue Lebensgeister einhaucht...
So einsam Arthurs Suche sein mag, allein ist er nicht. Da ist Beniaminas Mutter, die alternde Aristokratin Flora in ihrer riesigen Villa zwischen Grandezza und Verfall. Die Tombaroli, die ihn zu den wilden karnevalistischen Festen der Gegend mitschleifen. Der geheimnisvolle Hehler Spartaco, der die der Erde entrissenen Antiquitäten zu Spottpreisen ankauft. Und Italia, die mit unwiderstehlicher Fröhlichkeit und einem Crahskurs in italienischer Zeichensprache Arthur neue Lebensgeister einhaucht...
Alice Rohrwacher zaubert nach Glücklich wie Lazzaro ein weiteres atmosphärisches Wunderwerwerk auf die Leinwand. Schon während der ersten Szenen versinkt man im nostalgischen Gefühl alten italienischen Erzählkinos! Die Figuren wandeln wie ziellos oder fremdgesteuert durch die Geschichte, die Energie der Bilder ist schwebend, nur auf den ersten Blick unspektakulär - doch die Magie, die aus all dem entsteht, wirkt zwingend, wie hypnotisch. - Eine Geschichte bekommen wir erzählt vom Ringen der Menschen zwischen Gier und echtem Glück, was natürlich nicht vereinbar ist und nur Schmerz evozieren kann. Eine ebenso ätherische wie gänzlich uneitle Isabella Rosselini setzt, wenn man so will, dem Ganzen die Krone auf.
Eigentlich scheitern Worte an diesem Film, denn seine Poesie, seine Leichtigkeit sind schwer in Worte zu fassen. Darum empfehle ich dringend allen, die Kino als Kunst dem Kommerzkino vorziehen dringend, sich La Chimera zu gönnen. Und nach dem Film womöglich eine Weile nicht zu sprechen...
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